Gewoba-Skandal: FDP fordert Aufklärung!

Thore Schäck: „Dass ein Hausmeister unter den Augen der Gewoba hunderttausende Euro ergaunert, ist eigentlich unvorstellbar. Der Fall muss jetzt lückenlos aufgearbeitet und es muss sichergestellt werden, dass dieser Betrug ein Einzelfall bleibt.“

Ein Hausmeister hat offenbar jahrelang falsche oder ungerechtfertigte Rechnungen an Dutzende Wohnungseigentümer gestellt. Der Schaden liegt im mittleren sechsstelligen Bereich, den Preis für diese kriminelle Bereicherung zahlen die Vermieter und Mieter. Die städtische Gewoba, die mit der Aufsicht beauftragt war, schweigt zu dem Thema. Die FDP-Fraktion Bremen fordert lückenlose Aufklärung und hat eine Berichtsbitte für die Bau-Deputation eingereicht.

Dazu Thore Schäck, Fraktionsvorsitzender der FDP Bremen:

„Wenn in einer städtischen Gesellschaft über Jahre Fantasie-Rechnungen ohne Prüfung einfach durchgewunken werden, ist das ein Alarmzeichen und wirft schwerwiegende Fragen zum internen Prüf-Prinzip auf. Es lässt sich aktuell nicht ausschließen, dass auch in anderen Bereichen Rechnungen ohne Prüfung einfach durchgewunken wurden. Das muss jetzt dringend aufgeklärt werden.“

Schäck weiter: 

„Städtische Gesellschaften wie die Gewoba werden von Bürgermeister Bovenschulte gerne als Vorbild präsentiert. Der aktuelle Fall zeigt: Öffentliche Unternehmen sind nicht automatisch die besseren Verwalter – der Anspruch muss an Ergebnissen und wirksamen Kontrollen gemessen werden. Wir fordern eine umfassende Aufklärung der Vorwürfe und vollständige Transparenz gegenüber den Betroffenen. Zudem eine sofortige Überprüfung der Kontrollmechanismen und strukturelle Maßnahmen, damit ein solches Versagen in Zukunft ausgeschlossen werden kann. Die geschädigten Eigentümergemeinschaften müssen zügig entschädigt werden!“ 

Im Anhang eine Abschrift der Berichtsbitte zum Thema.