FDP fordert Planungssicherheit für Schüler und Eltern bei den Öffnungen von Schulen und Kitas

Hauke Hilz: Senatorin Bogedan hat seit Sommer versäumt, ein verlässliches Konzept aufzustellen.

Die Kultusministerinnen und -minister der Länder haben sich am Montag auf einen Stufenplan zur Öffnung der Schulen geeinigt. Am heutigen Dienstag beraten die Regierungschefs nun über das weitere zeitlichen Vorgehen bei Schulen und Kitas. Es steht im Raum, die Ferien zu verlängern. Dies kommentiert der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Bremen, Prof. Dr. Hauke Hilz, wie folgt:

„Die aktuellen Infektionszahlen lassen zumindest einen Schulstart im Wechselmodell zu und davon sollte auch Gebrauch gemacht werden. Eine Verlängerung der Ferien oder weitere Schulschließungen wären fatal für die Schülerinnen und Schüler, die bereits in den letzten Monaten der Pandemie von harten Einschnitten betroffen waren. Die bildungs- und sozialpolitischen Folgen der ersten Schulschließungen dürfen sich nicht wiederholen. Senatorin Bogedan hat seit Sommer versäumt, ein verlässliches Konzept aufzustellen. Eine Woche vor dem geplanten Schulstart hüllt sie sich weiter in Schweigen, statt den Schulen klare Leitplanken zu geben. Einrichtungen müssen endlich pandemiefest gemacht werden, denn auch in Pandemiezeiten gilt die staatliche Bildungsgarantie! Wo ist das „Primat der Pädagogik“, von dem Frau Bogedan so gerne spricht? Wir erwarten, dass der Senat endlich handelt!“

Die bildungspolitische Sprecherin Birgit Bergmann ergänzt: „Dass wir in Schulen, aber vor allem auch in Kitas immer noch keine Luftfilter haben, ist ein deutliches Indiz dafür, dass Frau Bogedan seit Sommer nicht umgesetzt hat, was für Bildung in Pandemiezeiten nötig ist: ein verlässliches Konzept, das nicht nur im 2-Wochen-Takt funktioniert. Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Schülerinnen und Schüler und auch deren Eltern brauchen nach elf Monaten endlich Planungssicherheit! Der Corona-Generation droht nun erstmalig auch beim Schulabschluss ein flächendeckendes Stigma. Wir erwarten, dass dies durch ein verlässliches, pandemiefestes Unterrichtskonzept vermieden wird, sodass Unterricht stattfindet, ob in Präsens, als Teilzeitunterricht oder hybrid, und zwar allen voran für die Abschlussklassen. Denn am Ende muss der Abschluss die Anschlussfähigkeit an Hochschule, Uni, Ausbildung oder Berufsschule garantieren. Ein ‚Abi light‘ zu Corona-Zeiten kann gerade Bremen sich nicht leisten. Die Abschlussklassen haben im Frühjahr ein Recht auf ordnungsgemäße Prüfungen und bis dahin auch ein Recht auf gestalteten Unterricht.“

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