Erlebnisraum statt Betonwüste – FDP-Positionspapier zur Zukunft der Galopprennbahn
Ole Humpich: „Der Senat hat das Rennbahn-Areal jahrelang links liegen lassen, um daraus nun eine Betonwüste zu machen. Damit widersetzt er sich nicht nur dem Volksentscheid, sondern nimmt den Menschen die Chance auf ein Naherholungsgebiet direkt vor der Tür.“
Die FDP-Fraktion Bremen spricht sich klar gegen eine Bebauung der Galopprennbahn aus und fordert stattdessen eine zügige Entwicklung des Areals als Freizeit-, Sport- und Kulturfläche.
Ole Humpich, stv. Vorsitzender der FDP-Fraktion Bremen:
„Die Bremerinnen und Bremer haben 2019 eine klare Entscheidung getroffen: keine Wohnbebauung auf der Galopprennbahn. Dieses Votum gilt. Wer jetzt versucht, den Bürgerentscheid aufzuweichen, beschädigt das Vertrauen in die Demokratie. Das eigentliche Problem ist nicht die Fläche, sondern die Politik des Senats. Sieben Jahre nach dem Volksentscheid liegt das Gelände weitgehend brach. Dieses Versäumnis jetzt als Argument für eine Bebauung zu nutzen, überzeugt nicht. Wer eine Fläche jahrelang nicht entwickelt und sie dann als ‚untergenutzt‘ bezeichnet, schafft keine Lösungen – sondern Vorwände.“
Humpich weiter:
„Gleichzeitig steht die Bebauungsdebatte im kompletten Widerspruch zu den Zielen des Senats. Während Bremen über Klimaanpassung, Entsiegelung und Hitzeschutz spricht, soll ausgerechnet eine der größten Freiflächen im Bremer Osten bebaut werden. Dabei erfüllt die Rennbahn wichtige Funktionen für das Stadtklima sowie für Sport, Freizeit und Naherholung. Für uns ist klar: Bremen braucht hier keinen Beton, sondern endlich eine Entwicklungsperspektive. Wir wollen einen lebendigen Ort für Sport, Freizeit und Kultur schaffen – mit Veranstaltungen, offenen Grünflächen und Angeboten für alle Generationen. Dafür braucht es ein professionelles Management, bessere Infrastruktur und die Einbindung privater Partner. 30 Hektar Freifläche sind keine Verhandlungsmasse, sondern eine große Chance für den Bremer Osten. Unser Ziel: einen neuen, vielfältigen Erlebnisraum für den Stadtteil schaffen. Keine weitere
Betonwüste. Dafür setzen wir uns ein.“
Das Positionspapier mit allen Forderungen finden Sie im Anhang.