Nach Foto mit Holocaust-Koffern – Rücktritt ist die einzig logische Konsequenz
Ole Humpich: „Wer die Kulisse einer Holocaust-Ausstellung für ein lockeres Feierabend-Foto missbraucht, lässt die notwendige Pietät und das historische Bewusstsein vermissen, die für ein hohes Staatsamt zwingend erforderlich sind.“
Die bundesweite Berichterstattung über das pietätlose „Koffer-Foto“ der Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft, Sahhanim Görgü-Philipp (Grüne), sowie der SPD-Abgeordneten Katharina Kähler aus einer Holocaust-Ausstellung hat dem Ansehen des Bremer Parlaments massiven Schaden zugefügt.
Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen, Ole Humpich, erklärt dazu:
„Ein hohes Amt in unserer Demokratie ist untrennbar mit einer besonderen moralischen Verantwortung verbunden – auch nach Dienstschluss. Wer – wie Sahhanim Görgü-Philipp – eine Ausstellung über das unsagbare Leid des Holocaust als Kulisse für ein lächelndes Feierabend-Foto nutzt, ist für das Amt der Vize-Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft schlichtweg ungeeignet. Egal ob mit Vorsatz oder aus Gedankenlosigkeit – dieser Fauxpas lässt sich nicht einfach mit einer Entschuldigung wegwischen. Ein Rücktritt ist daher die einzig logische Folge, um weiteren Schaden von unserem Parlament abzuwenden.“
Humpich weiter:
„Auch die SPD-Fraktion steht nun in der Pflicht. Sie muss klären, welchen moralischen Kompass sie von ihren Abgeordneten erwartet und inwiefern Katharina Kähler diesen Ansprüchen noch gerecht wird. Ein einfaches ‚Weiter so‘ und der Übergang zur Tagesordnung wären ein fatales Signal an die Öffentlichkeit und insbesondere an die jüdische Gemeinschaft. Hier geht es um die Glaubwürdigkeit unserer Volksvertreter.“