Lehrermangel in Bremen ist das Ergebnis von jahrelanger Fehlplanung
Zum Schuljahresbeginn fehlen in Bremen rund 200 Lehrkräfte. Nach Angaben des Bildungsressorts ist jede fünfte Unterrichtsstunde von Ausfall betroffen, während gleichzeitig Millionenbeträge fehlen, um die Unterrichtsversorgung sicherzustellen.
Dazu Fynn Voigt, Sprecher für Kinder & Bildung bei der FDP-Fraktion Bremen:
„Die aktuellen Zahlen sind alarmierend und offenbaren das Ausmaß der bildungspolitischen Fehlplanung in Bremen. Wenn zum Schuljahresbeginn 200 Lehrkräfte fehlen und jede fünfte Unterrichtsstunde vom Ausfall betroffen ist, dann kann von einer verlässlichen Unterrichtsversorgung keine Rede sein. Die Leidtragenden sind die Schülerinnen und Schüler, die ohnehin schon mit erheblichen Defiziten beim Lesen, Schreiben und Rechnen zu kämpfen haben.“
Voigt weiter:
„Es ist zwar richtig, jetzt über Vertretungspools und neue Konzepte nachzudenken. Die entscheidende Frage lautet aber: Warum wurde nicht viel früher gehandelt? Der Senat weiß seit Jahren um den Lehrermangel und die steigenden Belastungen an den Schulen. Gleichzeitig fehlen nun 15 Millionen Euro, um die Unterrichtsversorgung abzusichern. Während an anderer Stelle Hunderttausende Euro für fragwürdige Prestigeprojekte wie z.B. „Kreativräume“ im Jobcenter ausgegeben werden, fehlt es ausgerechnet in der Bildung an den notwendigen Mitteln. Das zeigt einmal mehr: Bremen hat kein Erkenntnis-, sondern ein Prioritätenproblem. Bildung muss im Haushalt endlich die Priorität erhalten, die sie verdient. Denn gut ausgebildete Kinder und Jugendliche sind die besten Investition in die Zukunft unserer Stadt.“