Bildungspolitischer Schlitterkurs der SPD darf Integration von Flüchtlingen nicht blockieren

Kohlrausch: Angebot zur Beschulung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen annehmen.

Letzte Woche hat sich die SPD-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft noch gegen Vorkurse für Flüchtlinge an Privatschulen ausgesprochen und ihre Bildungssenatorin Bogedan zurückgepfiffen. In der jüngsten Pressemitteilung begrüßt die SPD-Fraktion plötzlich das private Engagement. Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Bremen, Julie Kohlrausch, dazu:

„Die SPD-Fraktion bleibt ihrem bildungspolitischen Schlitterkurs treu. Dabei sollte die Haltung klar sein: Es ist absolut begrüßenswert, dass Schulen in freier Trägerschaft die Initiative ergreifen und bei der Integration und Beschulung von jungen Flüchtlingen helfen möchten.“

Für die FDP-Fraktion geht auch der anhaltende Kompetenzstreit des Bildungs- und Sozialressorts auf Kosten der Kinder. Vergangene Woche kam heraus, dass über 600 minderjährige Flüchtlinge nicht beschult werden.

„Das Kompetenzgerangel zwischen Frau Bogedan und Frau Stahmann muss aufhören. Beide Ressorts sollten jetzt schnellstmöglich handeln und dafür Sorge tragen, dass die Flüchtlinge zur Schule gehen. Das Angebot der Privatschulen ist anzunehmen. Die Verteilung auf möglichst viele Schulen ist wichtig“, so Kohlrausch abschließend.

Die FDP-Fraktion hat für die kommende Stadtbürgerschaft am 15. März 2016 eine Aktuelle Stunde zum Thema Beschulung von geflüchteten Kindern und Jugendlichen beantragt.

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