Cannabis-Kosten für Schwerstkranke übernehmen

Buhlert: Krankenkassen sollen für Medikamente aufkommen – FDP-Fraktion stellt Große Anfrage zur Umsetzung.

Für viele schwerstkranke Menschen und Patienten mit chronischen Erkrankungen ist der Konsum aus Cannabinoiden oft die einzige Möglichkeit, um ihre Schmerzen zu lindern und ihre Lebensqualität zu erhöhen. In Deutschland werden die Kosten für entsprechende Medikamente nur in Ausnahmefällen von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) übernommen.

Der stellvertretende Vorsitzende der Freien Demokraten in der Bremischen Bürgerschaft, Dr. Magnus Buhlert, fordert daher: „Wir wollen, dass die Kosten für Cannabinoide von den Krankenkassen übernommen werden. Die bisherige Praxis führt dazu, dass ein Teil der schwerstkranken Patienten zwar das Recht hat, diese einzunehmen, sich diese jedoch nicht leisten kann. Die Betroffenen müssen sich dann auf anderen Wegen mit Cannabisprodukten versorgen, wie beispielsweise über illegale Beschaffung auf dem Schwarzmarkt oder Eigenanbau.“

Die Bremische Bürgerschaft habe bereits im Jahr 2014 einen Beschluss gefasst, der den Senat dazu verpflichtet, sich für die Kostenübernahme von Cannabis und Cannabisprodukten durch die GKV einzusetzen. „Wir haben jetzt eine Große Anfrage an den Senat gerichtet, um zu überprüfen, ob er den Beschlüssen des Landtages folgt“, so der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion.

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