OHB-Expansionspläne: FDP fordert Kurswechsel in der Standortpolitik!
Thore Schäck: „Ein Bremer Top-Unternehmen will wachsen – und Bremen kann ihm offenbar keinen Platz bieten. Rot-Grün-Rot muss seine Standortpolitik dringend anpassen, sonst geht es mit der Wirtschaft bergab.“
Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB prüft nach Medienberichten den Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten außerhalb Bremens. Die FDP-Fraktion will deshalb parlamentarisch klären, seit wann dem Senat der Flächenbedarf bekannt ist, welche Standorte OHB angeboten und was unternommen wurde, um Arbeitsplätze und Wertschöpfung in Bremen zu halten.
Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen, Thore Schäck:
„OHB steht wie kaum ein anderes Unternehmen für Bremens Stärke in der Luft- und Raumfahrt. Wenn ein solches Unternehmen investieren und wachsen will, Bremen ihm aber offenbar keine geeignete Fläche anbieten kann, müssen alle Alarmglocken schrillen. Hier geht es um Arbeitsplätze, Investitionen, Steuereinnahmen und die Zukunft eines der wichtigsten Bremer Wirtschaftscluster. Wenn dieses Wachstum am Ende anderswo stattfindet, wäre das ein Versagen der Bremer Standortpolitik.“
Schäck weiter:
„Dass Bremen einem seiner wichtigsten Hightech-Unternehmen offenbar keine überzeugende Wachstumsfläche anbieten kann, fällt nicht vom Himmel. Senat und CDU haben bereits 2024 mindestens 60 Hektar zusätzliche Gewerbeflächen versprochen. Passiert ist bisher nichts. Unternehmen investieren nicht auf Flächen, die irgendwann einmal verfügbar sein sollen. Sie brauchen sofort bebaubare Grundstücke und verlässliche Entscheidungen.
Die CDU hat sich ihre Zustimmung für ein 450 Millionen Euro schweres Schuldenpaket mit diesem Flächenversprechen abkaufen lassen. Wenn davon am Ende nur heiße Luft bleibt, hat Rot-Grün-Rot die CDU mal wieder über den Tisch gezogen. Für Bremen ein verdammt teurer Deal.“