Kinder- und Jugendfarmen in Bremen
Große Anfrage der Fraktion der FDP Bremen.
Die Kinder‑ und Jugendfarmen in Bremen haben eine hohe Bedeutung für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Sie bieten Raum, sich zu entfalten, Natur zu erleben, Verantwortung zu übernehmen und soziale Kompetenzen zu entwickeln. Sie tragen zur Umweltbildung bei und sind Teil der offenen Jugendarbeit.
Leider ist die finanzielle Lage so angespannt, dass man von einer prekären Situation sprechen kann. Alle Kinder‑ und Jugendfarmen stehen vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Einige sehen sich sogar durch Kürzungen öffentlicher Mittel in ihrer Existenz bedroht. Es fehlt eine klare, verlässliche Perspektive, wie die Finanzierung auf lange Sicht gesichert werden kann – etwa durch feste Zuschüsse oder bessere Einbindung in städtische Jugend- und Bildungspläne.
Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:
- Was ist nach Ansicht des Senats die Aufgabe der Kinder- und Jugendfarmen?
- Welche Kinder- und Jugendfarmen bestehen derzeit im Land Bremen (bitte jeweils Träger, Standort und Gründungsjahr angeben)?
- Welche Ziel- und Altersgruppen werden dort schwerpunktmäßig angesprochen?
- Wie viele Kinder nutzen die Angebote der Kinder- und Jugendfarmen (bitte insgesamt und für die einzelnen Standorte angeben)?
- Wie viele und welche Tiere gibt es auf den Kinder- und Jugendfarmen (bitte insgesamt und für die einzelnen Standorte angeben)?
- Welche pädagogischen Konzepte liegen den jeweiligen Farmen zugrunde?
- Wie viele und welche der Kinder- und Jugendfarmen arbeiten mit Schulen zusammen?
- Wie viele Veranstaltungen resultieren aus dieser Zusammenarbeit mit den Schulen (bitte insgesamt und für die einzelnen Kinder- und Jugendfarmen angeben)?
- Wie bewertet der Senat die Effektivität und Reichweite der Farmen?
- Welche Kooperationen der Farmen mit anderen Trägern (wie z.B. Schulen oder Suchthilfe) gibt es (bitte die Kooperationen den einzelnen Farmen zuordnen)?
- Welche öffentlichen Mittel aus welchen Quellen haben die einzelnen Farmen in den letzten zehn Jahren erhalten (bitte insgesamt und für die einzelnen Farmen angeben)?
- Haben Kinder- und Jugendfarmen in den letzten zehn Jahren aus finanziellen Gründen Angebote oder Öffnungszeiten reduzieren müssen und wenn ja,
- welche Kinder- und Jugendfarmen konnten welche Angebote nicht aufrechterhalten?
- welche Kinder- und Jugendfarmen haben in welchem Umfang ihre Öffnungszeiten reduziert?
- In welchem Verhältnis stehen die öffentlichen Zuschüsse zu den Eigenmitteln (z. B. Spenden oder Sponsoring) der jeweiligen Einrichtungen?
- Welche Kürzungen sind für die Jahre 2026 und 2027 geplant?
- Mit welchen Auswirkungen der Kürzungen auf das Angebot und den Fortbestand der Kinder- und Jugendfarm rechnet der Senat?
- Welche Kriterien und Verfahren kommen bei der Mittelvergabe an die Träger zur Anwendung, und wie werden dabei Transparenz, Gleichbehandlung und Bedarfsorientierung sichergestellt?
- Plant der Senat eine Überprüfung der Finanzierungsstruktur, um künftig nachhaltigere, mittelfristig planbare Fördermodelle zu schaffen?
- Wie unterstützt der Senat Maßnahmen, um eine stärkere Eigenfinanzierung und unternehmerische Verantwortung der Einrichtungen zu fördern?
- Welche Rolle misst der Senat der Arbeit der Kinder- und Jugendfarmen im Land Bremen für die Zukunft bei?