„Bremer Weg“ ist ein Schritt nach vorn – aber reicht nicht!

Thore Schäck: „Schön, dass sich die Baukommission endlich zu einem ersten kleinen Ergebnis durchgerungen hat. Es ist gut, dass Bremen die Bauvorschriften entschlacken will. Für eine echte Zeitenwende ist der „Bremer Weg“ aber zu halbherzig.“

Die vom Senat im April 2024 eingesetzte Senatskommission Wohnungsbau hat gestern den sogenannten „Bremer Weg zum kosteneffizienten und zukunftsfähigen Bauen“ beschlossen.

Dazu Thore Schäck, Vorsitzender und baupolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Bremen:

„Der von der Koalition groß gefeierte ‚Bremer Weg‘ ist bestenfalls ein erster kleiner Schritt, quasi der Minimal-Kompromiss. Die vor eineinhalb Jahren eingesetzte Senatskommission wollte sich viel von Hamburg abschauen – und hat das Vorbild dann schlecht kopiert. Einen erheblichen Teil der notwendigen Maßnahmen wird Bremen im Vergleich nur halbherzig angehen – der ‚Bremer Weg‘ ist quasi so etwas wie der ‚Hamburg-Standard light‘. Für rund 18 Monate Kommissionsarbeit ein schwaches Ergebnis.“

Schäck weiter:

„Wir als FDP fordern seit Jahren, dass die Bauvorschriften massiv entschlackt werden und begrüßen daher grundsätzlich, dass sich der Senat jetzt auf den Weg machen möchte. Allerdings leider nur halbherzig und in Trippelschritten. Bauen in Bremen muss schneller, günstiger und einfacher werden, damit wir nicht hinter den umliegenden Bundesländern zurückfallen. Wer wie Rot-Grün-Rot auf der einen Seite eineinhalb Jahre braucht, um kleinste Schritte der Entbürokratisierung überhaupt nur vorzuschlagen, auf der anderen Seite allerdings in Rekordtempo neue Bürokratie wie Regeln für verschärften Baumschutz schafft, wird dieses Ziel nicht erreichen. Um mehr Wohnraum zu schaffen, brauchen wir weniger Sonderregelungen, nicht mehr. So tritt Bremen weiter nur auf der Stelle.“