Corona-Maßnahmen: Senat schießt über das Ziel hinaus


Lencke Wischhusen: Der Freipaak muss zeitnahe wieder öffnen dürfen.

Ab heute gelten die neuen Corona-Maßnahmen des Senats. Unter anderem wurde eine Sperrstunde eingeführt und es wurde bereits vergangene Woche der Freipaak geschlossen. Lencke Wischhusen, Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen, erklärt dazu:

„Die Veranstaltungsbranche und die Gastronomen sind derzeit wirtschaftlich am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Insbesondere die vom Senat bereits vergangene Woche angeordnete Schließung des Freipaaks schießt aus unserer Sicht über das Ziel hinaus. Gerade im Freien ist das Ansteckungsrisiko gering und viele Familien haben sich auf den Freipaak gefreut. Ich kann daher nicht nachvollziehen, dass der Senat nicht zu milderen Mitteln greift, um das Risiko weiter zu verringern. Beispielsweise ist eine weitere Reduzierung der Besucherzahlen oder die Anordnung einer Maskenpflicht auf dem Gelände möglich. Der Freipaak muss aus unserer Sicht daher zeitnahe wieder öffnen dürfen.

Ich sehe in diesem Zusammenhang auch die Sperrstunde kritisch. Eine Sperrstunde kann zu einer Ballung zu bestimmten Uhrzeiten oder zu einer gefährlichen Verlagerung in den privaten Bereich führen. Wenn es tatsächlich Probleme gibt, dann ist der Senat aufgefordert, diese mit mehr Kontrollen durch die Ordnungskräfte zu lösen. Meine Erfahrung ist aber, dass allermeisten Gastronomen sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgehen und durch gute Hygienekonzepte sicherstellen, dass das Infektionsrisiko minimiert wird. Wir sollten nicht diejenigen bestrafen, die verantwortungsvoll und vernünftig mit der Situation umgehen, während nicht klar ist, ob und wie viele Menschen sich auf dem Freipaak oder in der Gastronomie wirklich infiziert haben.“ 

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