Bremen im Würgegriff der Gewalt: PKS 2025 zeigt erschreckende Tendenz

Dr. Marcel Schröder: „Der Senat verkauft die aktuelle Kriminalstatistik als Erfolg. Doch beim genaueren Hinschauen wird klar: Die Tendenz zu mehr Gewalt – wie gegen Polizisten, gegen Frauen – ist erschreckend. Bremen wird immer brutaler. Da müssen wir mit allen Mitteln gegensteuern.“

Die Innenbehörde hat heute die Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 vorgestellt. Demnach ist die Zahl der registrierten Straftaten im Land Bremen im Vergleich zum Vorjahr um etwa zehn Prozent zurückgegangen. Doch die PKS für das vergangene Jahr hat auch eine dunkle Seite: Die Zahl der Gewaltdelikte in Bremen ist in fast allen Bereichen gestiegen, zum Teil deutlich.

Dazu Dr. Marcel Schröder, Sprecher für Inneres & Justiz bei der FDP-Fraktion Bremen:

„Dass die Zahl der Straftaten sinkt, ist erfreulich. Allerdings darf man trotz der Freude über weniger Diebstähle nicht ignorieren, dass die Zahl der Gewaltdelikte erheblich gestiegen ist. Mehr Fälle gefährliche Körperverletzung, mehr Messer-Attacken, mehr häusliche Gewalt gegen Frauen und 60 Prozent mehr Angriffe auf Polizisten – das ist schlichtweg erschreckend und muss ein Alarmsignal sein.“

Schröder weiter: 

„Es ist entscheidend, dass wir daraus jetzt schnell die richtigen Schlüsse ziehen und umgehend handeln. Das Klima in Bremen wird immer rauer. Die Einführung der SOKO ‚Junge Räuber‘ war ein notwendiger Schnitt, doch das reicht noch nicht. Immer noch sind wir bei Verfahren gegen Gewalttäter viel zu langsam, ebenso bei Abschiebungen von ausländischen Straftätern. Wir müssen konsequenter bei der Begrenzung von illegaler Migration sein, der hohe Anteil bei Gewaltdelikten ist ein Fakt und darf kein Tabu mehr sein. Entscheidend ist, dass wir die Polizei stärken und zwar nicht nur mit netten Sonntagsreden, sondern mit besserer Ausstattung: Taser, Bodycams und modernere Schutzkleidung für alle Beamten. Da darf es keine parteipolitischen Blockaden mehr geben. Die Bremer Politik muss sich klar und geschlossen zum Rechtsstaat und den Polizistinnen und Polizisten bekennen und auch dementsprechend handeln. Die Sicherheit der Menschen dieser Stadt hat höchste Priorität.“