Ein Schulkonsens allein macht keine gute Bildungspolitik!

Fynn Voigt: „Ein Schulkonsens hilft Bremen nicht weiter, wenn die Prioritäten nicht stimmen. Wir brauchen eine Rückkehr zum Leistungsprinzip, um die Bremer Bildungskrise zu überwinden.“

Die Evaluation des Bremer Schulkonsenses zeigt aus Sicht der FDP-Fraktion deutlich, dass zentrale Ziele der Vereinbarung verfehlt wurden. Zwar empfehlen die Gutachter eine Fortschreibung des Schulkonsenses, gleichzeitig benennen sie jedoch erhebliche Defizite, u.a. bei den Bildungsleistungen. Bremen ist in fast sämtlichen Bildungsvergleichen Schlusslicht in Deutschland.

Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Bremen, Fynn Voigt:

„Ein Schulkonsens ist immer nur so gut wie das, was in ihm vereinbart wird – und was davon am Ende tatsächlich umgesetzt wird. Die FDP hat deshalb nicht die Idee eines parteiübergreifenden Schulkonsenses abgelehnt, sondern sich 2018 ganz bewusst gegen diesen Schulkonsens entschieden. Die jetzt vorliegende Evaluation zeigt, dass unsere damalige Skepsis an entscheidenden Stellen berechtigt war. Das selbst gesteckte Ziel, den Anteil der Schülerinnen und Schüler unterhalb der Mindeststandards deutlich zu reduzieren, wurde klar verfehlt. In den Kernfächern Mathematik, Deutsch sowie den Naturwissenschaften fällt Bremen immer weiter. Auch die versprochene Personalausstattungsquote von 105 Prozent wurde bis heute nicht erfüllt.“

Voigt weiter:

„Ein neuer Schulkonsens darf nicht zum kleinsten gemeinsamen Nenner der Politik werden. Gerade weil Bremen seit Jahren bei den Bildungsleistungen hinterherhinkt, müssen wir den Mut haben, um die besten Lösungen für unsere Schülerinnen und Schüler zu ringen. Entscheidend ist nicht, wie viele Parteien eine Vereinbarung unterschreiben, sondern ob sich das Bildungssystem tatsächlich verbessert. Wenn es einen neuen Schulkonsens geben soll, dann muss er den Fokus endlich auf die Qualität der Ergebnisse statt auf die Verwaltung des Systems richten. Dazu gehören verbindliche Ziele bei Lesen, Schreiben und Rechnen, eine auskömmliche und realistische Personalplanung, eine Rückkehr zum Leistungsprinzip sowie eine konsequente Überprüfung, ob die vereinbarten Maßnahmen auch tatsächlich wirken. Einen Konsens um des Konsens’ willen darf es nicht geben.“