Raummangel in Bremer Schulen: Bildungsbehörde muss endlich ehrlich rechnen!

Fynn Voigt: „Seit Jahren steigen die Schülerzahlen massiv und mehr Schüler brauchen auch mehr Raum. Für den Senat scheinbar eine unlösbare Gleichung, Jahr um Jahr fehlen Räume für Unterricht. Wie sollen die Kinder vernünftig rechnen lernen, wenn die Behörde daran jährlich scheitert?“

Die anhaltende Raumnot an den neu gegründeten Oberschulen Überseestadt und Delmestraße sowie der laufende Bürgerantrag betroffener Eltern offenbaren nach Ansicht der FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft ein grundsätzliches Problem der Bremer Schulpolitik.

Dazu Fynn Voigt, bildungspolitischer Sprecher der FDP Bremen: 

 „Was Eltern und Jugendliche hier erleben, ist kein Einzelfall, sondern das Ergebnis jahrelanger Fehlplanung. Bremen kennt seine Schülerzahlen, plant aber seit Jahrzehnten mit falschen Prognosen. Wer den Bedarf dauerhaft unterschätzt, baut immer zu spät und immer zu wenig. Leidtragende sind die Schülerinnen und Schüler, die in Containern lernen müssen, weil der Senat seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.“

Voigt weiter:

„Bildung muss endlich zur Priorität werden. Es kann nicht sein, dass wegen Haushaltsgründen unsere Kinder in Provisorien unterrichtet werden müssen, während sich der Senat an diversen anderen Stellen Prestige-Projekte gönnt. Bremen darf nicht zulasten von Bildung und unseren Kindern sparen. Was wir brauchen, ist eine verbindliche, jährlich aktualisierte Schulentwicklungsplanung mit transparenten Bedarfsprognosen, eine gesicherte und vorab geklärte Finanzierung von Schulbau- und Sanierungsvorhaben sowie nachvollziehbare Kriterien für die Standortwahl neuer Schulen, an denen sich Verwaltung, Politik und Anwohner verbindlich orientieren können.“