Weg aus der Bildungskrise: FDP fordert Pilotprojekt für verbindliche Nachhilfe
Fynn Voigt: „Um das Bildungsniveau nachhaltig zu heben, brauchen wir ein Konzept für verpflichtende Nachhilfe. So helfen wir abgehängten Schülern, den Anschluss wieder zu finden – gegen einen vergleichsweisen geringen Aufwand.“
Bremen, 22. September 2026. Der Landtag debattiert morgen in der Aktuellen Stunde zur anhaltenden Bildungskrise – beim INSM-Bildungsmonitor belegt Bremen erneut den letzten Platz. Damit es wieder aufwärts geht, hat die FDP-Fraktion einen Antrag für verbindliche Nachhilfe in die Bremische Bürgerschaft eingereicht.
Dazu Fynn Voigt, Sprecher für Bildung bei der FDP-Fraktion Bremen:
„Bremen liegt seit Jahren in sämtlichen Bildungsvergleichen ganz hinten. Das ist ein Problem. Aber sich ständig darüber zu beklagen, bringt niemanden weiter. Entscheidend ist, was wir konkret dagegen tun. Wer in Deutsch oder Mathematik den Anschluss verliert, braucht gezielte Unterstützung – und zwar bevor aus kleinen Lernlücken große werden. Heute hängt zusätzliche Förderung viel zu häufig davon ab, ob Eltern die Probleme erkennen, sich kümmern und im Zweifel private Nachhilfe bezahlen können. Gute Bildung sollte aber nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen.“
Voigt weiter:
„Wir wollen deshalb eine verpflichtende Lernförderung direkt über die Schulen aufbauen. In einem Pilotprojekt in Bremen und Bremerhaven sollen Schüler mit Lernrückständen gezielt und systematisch unterstützt werden. Dafür wollen wir neben Lehrkräften auch Studenten, pensionierte Lehrer, sozialpädagogische Fachkräfte und qualifizierte Honorarkräfte gewinnen. Das Projekt soll wissenschaftlich begleitet und seine Erfolge regelmäßig überprüft werden. Fördern und Fordern gehören für uns zusammen. Kein Kind soll mehr abgehängt bleiben, damit Bremen nicht abgehängt bleibt. Unsere Vorschläge machen das möglich.“
Den kompletten Antrag finden Sie hier:
https://www.bremische-buergerschaft.de/drs_abo/2026-08-14_Drs-21-1937_2dbf9.pdf