Schluss mit Billiglösungen: ÖPNV muss sicherer werden!
Thore Schäck: „Wer Menschen zum Einstieg in Bus und Bahn bewegen will, muss nicht die Preise senken, sondern die Sicherheit erhöhen.“
Die Gewalt im öffentlichen Nahverkehr ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. Von 2020 bis 2024 wurden laut Senat insgesamt 906 Gewaltdelikte in Bremer Bussen und Straßenbahnen registriert. Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich im ÖPNV zunehmend nicht mehr wohl.
Dazu Thore Schäck, Fraktionsvorsitzender der FDP Bremen:
„Der ÖPNV wird in Bremen zunehmend zum Angstraum für Fahrgäste. Auch das Personal wird immer öfter zum Ziel von Übergriffen. Dieser Trend ist erschreckend und muss dringend gestoppt werden. Rot-Grün-Rot hat sich in den letzten Jahren ausnahmslos an der Preispolitik für Busse und Bahnen abgearbeitet und das Problem damit komplett verkannt. Viele Menschen meiden den ÖPNV nicht wegen 20 Cent mehr oder weniger für ein Ticket, sondern weil sie sich einfach nicht mehr sicher fühlen. Ein billiger ÖPNV ist noch lange kein guter ÖPNV. Ein guter ÖPNV ist ein Nahverkehr, der Menschen sicher und zuverlässig von A nach B bringt.“
Schäck weiter:
„Für mehr Sicherheit in Bussen und Bahnen braucht es mehr sichtbares Sicherheitspersonal, eine engere Zusammenarbeit zwischen Polizei und Verkehrsbetrieben sowie den gezielten Einsatz moderner Videoüberwachung. Straftaten müssen gesondert erfasst werden, damit wir wirksam gegensteuern können. Auch die Ausstattung spielt eine zentrale Rolle: Notrufsäulen, bessere Beleuchtung und saubere Haltestellen erhöhen das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste spürbar. Gleichzeitig muss auch der Schutz des Personals – etwa durch geschlossene Fahrerkabinen – verbessert werden. Sicherheit im ÖPNV darf kein Randthema sein, sondern muss Priorität haben.“