Positionspapier: FDP fordert Pflege-Revolution
Ole Humpich: „Die Sicherung der Pflegeversorgung ist eines der wichtigsten Themen unserer Gesellschaft. Wir müssen jetzt anpacken, um das System für die Zukunft aufzustellen. Unser Ziel ist es, jedem Menschen einen Zugang zu Pflege zu ermöglichen.“
Angesichts des demografischen Wandels, eines dramatisch zunehmenden Fachkräftemangels und jahrelang verschleppter Reformen fordert die FDP-Fraktion einen grundlegenden Neustart für die Pflege im Land Bremen. Mit dem Positionspapier „Zukunft der Pflege in Bremen: Für Menschen. Mit Fachkräften. Durch Innovation.“ machen wir konstruktive Vorschläge.
Dazu Ole Humpich, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion Bremen:
„So wie momentan kann es nicht weitergehen. Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte werden von einem überlasteten, überbürokratisierten System oft im Stich gelassen. Oft fehlt die Rückendeckung aus der Politik. Dabei ist die Pflege grundsätzlich ein attraktives Berufsfeld. Was wir brauchen, ist eine Pflegepolitik, die Vertrauen schafft, Fachkräfte stärkt und entlastet – nicht irgendwann, sondern jetzt. Deshalb fordern wir konkrete Reformen in mehreren Bereichen.“
Humpich weiter:
„Wir wollen mehr Eigenverantwortung und Entscheidungsspielräume für Pflegekräfte. Wer am Bett arbeitet, soll mehr Kompetenzen erhalten. Eine Pflege@Home-Initiative soll die häusliche Pflege stärken. Menschen, die zu Hause bleiben wollen, sollen dies auch können. Unterfinanzierte Leistungen wie die Wundversorgung sollen endlich kostendeckend vergütet werden. Ein zentraler Schwerpunkt ist das Pflegezeit-Bonuskonto für pflegende Angehörige. Wer familiär Pflege leistet, soll Zeitgutschriften erhalten, die für Freistellungen, Weiterbildungen oder als Rentenbonus nutzbar sind. Pflege darf nicht zur Armutsfalle werden. Wer Angehörige pflegt, leistet Großes – und verdient Anerkennung statt Nachteile. Wenn wir in Bremen auch nur einen Teil dieser Maßnahmen beschließen, würden wir die Situation vieler Pflegebedürftige und Pflegenden erheblich verbessern.“
Das vollständige Positionspapier mit allen Maßnahmen finden Sie im Anhang.