Im Blindflug ins Sommer-Chaos: Bremen erhebt keine Stau-Daten

Fynn Voigt: „Ein Stau-Monitoring würde helfen, Baustellen besser zu planen und den Verkehrsfluss erheblich zu verbessern. Der Senat sollte dringend nachjustieren.“

Die Antworten des Senats auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zum Thema „Stau-Bilanz von Bremen“ sind durchaus überraschend. So gesteht die Behörde, dass absolut keine Stau-Daten für Bremen erfasst werden. Auch auf die Daten dritter Anbieter wird nicht zugegriffen.

Dazu Fynn Voigt, Sprecher für Bau & Verkehr bei der FDP-Fraktion Bremen:

„Die Antworten sind nur auf den ersten Blick überraschend. Dass der Senat kein Stau-Monitoring betreibt, ist ein Indiz dafür, dass Rot-Grün-Rot keinen großen Wert auf flüssigen Auto-Verkehr legt. Und lässt so die Bürgerinnen und Bürger im Blindflug ins sommerliche Stau-Chaos rauschen. Dabei wäre es ein Mehrwert für Bewohner, Touristen und die Stadt, wenn die Behörde Statistiken zur Staubelastung, Staubildung oder Stauzeiten erheben würde. Diese Werte könnten insbesondere einer effizienteren Baustellenplanung zugutekommen.“

Voigt weiter:

„Wir fordern die Einrichtung eines dauerhaften Stau-Monitorings. Mit eigenen Daten können Ursachen von Staus analysiert und die Auswirkungen reduziert werden. Von einem guten Verkehrsfluss profitieren Touristen, Pendler und Gastronomie, der Wirtschaftsstandort Bremen wird gestärkt.“

Die betreffende Kleine Anfrage samt Antworten finden Sie im Anhang.