Gegen Unzufriedenheit hilft digitale Verwaltung 

Lencke Steiner: Digitalisierung wird zu stiefmütterlich behandelt.

Die Zufriedenheit der Bürger mit den Behörden in Bremen ist schlecht. Das zeigt ein neuer Index, den das Vergleichsportal „Netzsieger“ veröffentlicht hat und den Bremen mal wieder von hinten anführt. Die Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen, Lencke Steiner, erklärt dazu:

„Leider sind lange Wartezeiten und in der Schlange stehen charakteristisch für einen Behördengang in Bremen. Das muss aber nicht so sein. Der rot-grüne Senat schafft es jedoch nicht, den digitalen Fortschritt zur Verbesserung der Situation zu nutzen. Im Gegenteil. Die Digitalisierung wird immer noch viel zu stiefmütterlich behandelt. Dadurch wird die Chance verpasst, die Bremerinnen und Bremer von unnötigen Aufgaben zu entlasten. Behördengänge könnten zum Beispiel von Zuhause aus erledigt werden. Das spart Nerven und Zeit. Während andere Bundesländer bei der Digitalisierung Gas geben, fährt Bremen aber weiter mit angezogener Handbremse. Kein Wunder, dass wir bei der Gestaltung einer bürgernahen und bürgerfreundlichen Verwaltung deutlich hinterher hinken.“

Steiner fordert aus diesem Grund mehr Engagement vom Senat. „Die Digitalisierung hört nicht bei der Onlinevergabe von Terminen auf. Ein Blick nach Estland genügt, um zu sehen, was alles möglich ist. Wenn Rot-Grün der digitalen Verwaltung einen ähnlichen Stellenwert wie den überflüssigen Fahrradbrücken geben würde, dann wären wir schon mal einen Schritt weiter“, so Steiner.

Hintergrund: https://www.netzsieger.de/ratgeber/buergeraemter-und-kfz-zulassungsstellen-im-check-2018

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