Bremerhaven: Senat darf Polizei nicht im Stich lassen!

Birgit Bergmann: Aussetzung der polizeilichen Präventionsarbeit ist ein folgenschwerer Fehler.

Die Bremerhavener Polizei hat Teile ihrer Präventionsarbeit ausgesetzt. Grund dafür ist die dünne Personaldecke. Die innenpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Bremen, Birgit Bergmann, erklärt dazu:

„Der Senat darf die Bremerhavener Polizei nicht im Stich lassen. Das Aussetzen der polizeilichen Präventionsarbeit ist ein folgenschwerer Fehler. Wenn eine Polizei ihre präventive Arbeit nicht mehr leisten kann und zum Beispiel ihre kriminalpolizeiliche Beratungsstelle schließt, dann ist das nur ein Verschieben von Ressourcen und ein Vermehren von Problemen in die Zukunft hinein. Es wird später viel mehr kosten und Bremerhaven nicht nur Geld. 

Der Senat muss schnell eine Lösung finden, wie Bremen und Bremerhaven zu ausreichend Polizeibeamtinnen und -beamten kommen und seine Anstrengungen verstärken. Sinnvolle Maßnahmen sind das Outsourcing von Aufgaben, die keiner polizeilichen Ausbildung bedürfen, stärkeres Bewerben des Berufes, Ausbildungsprogramme für Quereinsteiger, Qualifizierungsangebote für Polizisten aus dem Ausland und eine Erweiterung der Kapazitäten an der Hochschule für öffentliche Verwaltung. 

Alles muss auf den Tisch, was dazu beiträgt, das Fachkräfteproblem zu lösen. Die kriminalpolizeiliche Prävention in Bremerhaven einzustellen, kann sich das Land Bremen einfach nicht erlauben. Das ist keine nachhaltige Lösung, sondern gefährlich.“

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