Bestandsaufnahme und Perspektiven: Welchen Raum hat Pop-Musik in Bremen?

Kleine Anfrage der Fraktion der FDP Bremen.

Popularmusik und damit verbunden auch Musikspielstätten sind ein wichtiger Faktor für das Image einer Stadt. Allerdings hat populäre Musik es vielfach schwerer als bspw. klassische Musik. Obwohl sie ihr weder qualitativ noch quantitativ nachsteht, fällt ein großer Teil der Musikförderung dem klassischen Bereich zu. Doch nicht nur finanzielle Herausforderungen, auch fehlende Probenräume für (Nachwuchs-)Musiker sorgen für Unsicherheiten. Zudem fehlt es aus Sicht der Akteure an verlässlichen und nachhaltigen Rahmenbedingungen für die freie Szene und einer langfristigen Strategie, um Bremen als Standort für Pop-Musik zu stärken.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Senat:

  1. Welche institutionellen und projektbezogenen Musikförderungen gab es in den vergangenen drei Jahren jeweils, welche sind für 2026 und 2027 vorgesehen?
    a. Wie verteilt sich die Förderung auf die einzelnen Musiksparten und speziell für den Bereich der Popularmusik?
    b. Mit welchen Programmen und Maßnahmen wird der künstlerische Nachwuchs und die Professionalisierung Musikschaffender im Bereich der Popularmusik gefördert und welche Mittel sind für 2026/2027 geplant?
    c. Welche Gewichtung erfolgt bei der Verteilung der Mittel auf die einzelnen Musiksparten und aus welchen Gründen?
  2. Wie haben sich die Projektfördermittel im Bereich Musik in den vergangenen drei Jahren jeweils jährlich und spartenbezogen entwickelt und welche Projektförderungen im Bereich der Musik wurden in den vergangenen zehn Jahren in eine institutionelle Förderung überführt?
  3. Wie bewertet der Senat die Situation der Popularmusik sowie der Clubszene und Musikspielstätten in Bremen und mit welchen Initiativen und Maßnahmen hat der Senat in den vergangenen drei Jahren diesen Bereich gezielt gefördert und Angebote verstetigt?
  4. Was sind nach Kenntnis des Senats die wichtigsten popularmusikalischen Akteure in Bremen und welche Austausch- und Beteiligungsformate bestehen mit ihnen?
  5. Welche außerschulischen popularmusikalischen Angebote bestehen für Jugendliche und wie werden diese gefördert?
  6. Mit welchem Ergebnis liegt für Bremen ein Mapping zw. Kataster für Musikspielstätten und Festivals sowie ein Vergleich mit dem Stand vor Corona vor?
  7. Wie beurteilt der Senat die Online-Raumdatenbank des Landesmusikrates Bremen, wie ist das Projekt gefördert, wie die Inanspruchnahme und inwiefern wird ein Ausbau des Angebotes für sinnvoll erachtet und gefördert?
    Was ist aus Sicht des Senats für eine erfolgreichen Entfaltung der Popularmusik sowie der Clubszene in Bremen notwendig und mit welchen Maßnahmen plant der Senat die Akteure zu unterstützen?