Mercedes-Warnung ernst nehmen: Bremen darf nicht auf die Streichliste geraten
Thore Schäck: „Die Verantwortung für die Zukunft der Werke lässt sich nicht einfach bei den Beschäftigten abladen. Bürgermeister Bovenschulte ist jetzt gefordert, Mercedes-Benz hier am Standort zu halten.“
Zu den von Mercedes-Benz angekündigten, möglichen Werksschließungen in Deutschland erklärt Thore Schäck, Vorsitzender der FDP-Fraktion Bremen:
„Wenn Mercedes offen über Werksschließungen in Deutschland spricht, müssen in Bremen sämtliche Alarmglocken schrillen. Eine Schließung des Bremer Werks ist nicht beschlossen. Aber darauf darf sich niemand ausruhen. Es geht um die Existenz Tausender Familien, um Zulieferer und um einen tragenden Pfeiler unserer Wirtschaft. Bremen darf nicht auf die Streichliste geraten. Die Beschäftigten brauchen eine Perspektive, keine immer neuen Drohungen. Der Vorstand muss erklären, mit welchen Investitionen und künftigen Modellen er den Standort sichern will, welche Bedingungen dafür fehlen und welchen Beitrag das Unternehmen selbst leistet.“
Schäck weiter:
„Hier kommt Bürgermeister Bovenschulte in die Pflicht. Er muss jetzt bei der Konzernführung für Bremen kämpfen und vor Ort die Voraussetzungen für weitere Investitionen schaffen. Und er muss seinen Einfluss in der SPD nutzen, damit seine Partei grundlegende Wirtschaftsreformen ermöglicht, statt sie auszubremsen. Deutschland braucht endlich eine echte Wirtschaftswende: bezahlbare Energie, wettbewerbsfähige Steuern und Abgaben, ausreichend Flächen und schnellere Genehmigungen. In Bremen um Industriearbeitsplätze kämpfen und in Berlin notwendige Veränderungen blockieren – das passt nicht zusammen. Arbeitsplätze sichert man, bevor sie verloren gehen. Nicht mit einer Pressekonferenz danach.“