Space Tech Expo verlässt Bremen: FDP fordert klare Strategie für den Messestandort
Thore Schäck: „Bremen darf nicht zum Durchlauferhitzer für erfolgreiche Messen werden. Dass die Space Tech Expo jetzt den Standort wechselt, weil die Kapazitäten hier nicht ausreichen, ist für eine selbsternannte City of Space unwürdig.“
Die Space Tech Expo Europe wird Bremen nach elf Jahren verlassen und ab 2027 in Frankfurt stattfinden. Nach Angaben des Veranstalters ist die begrenzte Kapazität des Bremer Messegeländes der Grund für den Standortwechsel. Die FDP-Fraktion hat deshalb für die nächste Sitzung der Stadtbürgerschaft eine Aktuelle Stunde unter dem Titel „Space Tech Expo verlässt Bremen: Welche Strategie hat der Senat für den Messestandort?“ beantragt.
Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen, Thore Schäck:
„Dass eine der wichtigsten Raumfahrtmessen Europas nun Bremen verlässt, ist für den Standort ein herber Schlag. Der Senat bezeichnet Bremen jetzt als Opfer des eigenen Erfolgs. Das klingt wie eine schlechte Ausrede. Gute Wirtschaftspolitik feiert erfolgreiche Formate nicht nur, sondern schafft rechtzeitig die Voraussetzungen dafür, dass sie am Standort weiterwachsen können. Die Wahrheit ist: ab nächstem Jahr profitiert Frankfurt – und Bremen schaut in die Röhre. Eine Niederlage für den Wirtschaftsstandort. Da gibt es nichts schönzureden.“
Schäck weiter:
„Der Veranstalter sagt ausdrücklich, Bremen habe alles versucht. Das mag für die letzten Verhandlungen gelten. Es beantwortet aber nicht, warum der Senat erst nach der Abwanderungsentscheidung über Alternativen spricht. Gespräche im Herbst und neue Formate vielleicht im kommenden Jahr sind als Antwort auf den Verlust von Europas größtem B2B-Treffen der Raumfahrtindustrie zu wenig. Zumal sich das Space-Expo-Aus in eine bedenkliche Entwicklung einreiht: Bereits die Hydrogen Technology Expo wechselte von Bremen nach Hamburg. Bremen braucht eine Messestrategie, die Wachstum voraussieht, Flächenbedarfe früh erkennt und rechtzeitig tragfähige Perspektiven schafft. Zugleich muss der Senat gezielt dabei helfen, neue internationale Leitveranstaltungen für Bremen zu gewinnen.“