Öffentlich-rechtlichen Rundfunk reformieren

Magnus Buhlert: Rundfunk auf Informations- und Bildungsinhalte fokussieren.

Anlässlich der Tagung der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag und Freitag dieser Woche, auf der auch der öffentlich-rechtliche Rundfunk Thema ist, fordert die FDP-Fraktion Bremen dessen Neukonzeption. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und medienpolitische Sprecher, Dr. Magnus Buhlert, erklärt:

„Der öffentlich-rechtliche Rundfunk braucht eine Generalüberholung. Die Menschen werden steigende Rundfunkbeiträge nicht weiter akzeptieren. Damit wir endlich mehr Akzeptanz und niedrigere Gebühren erzielen, muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich zukünftig auf seine Kernaufgabe konzentrieren. Das ist die Versorgung mit Informations- und Bildungsinhalten. Teure Sportereignisse, Unterhaltungsshows und Produktionen wie Babylon Berlin können schließlich auch durch private Anbieter angeboten werden. Die Neudefinition des öffentlichen-rechtlichen Rundfunks wird für niedrige Beiträge sorgen und die Qualität des Programms erhöhen. Auf lange Sicht wünsche ich mir ein Modell, dass die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks garantiert und auf die unbürokratische Finanzierung durch Steuereinnahmen setzt und damit die Zwangsgebühren abschafft.“

Buhlert widerspricht allerdings Stimmen, die die ARD für überflüssig halten. „Gerade Radio Bremen zeigt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk für hohe Qualität an Informationen steht und regional eine wichtige Rolle spielt. Persönlich kann ich mir allerdings die Privatisierung des ZDF vorstellen. Das Ziel ist auf jeden Fall klar. Wir brauchen guten Qualitätsjournalismus im öffentlichen-rechtlichen Rundfunk und wir müssen den Privaten auf den unterschiedlichen Verbreitungswegen ihren Raum lassen“, so Buhlert.

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