Equal Pay Day: Gleiches Geld für gleiche Arbeit

Lencke Wischhusen: Gerade jetzt ist es wichtig, auf eine Verbesserung der Situation für Frauen zu drängen.


Anlässlich des Equal Pay Days erklärt die Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen und Vorsitzende des Ausschusses zur Gleichstellung der Frau, Lencke Wischhusen, folgendes:

„Gerade in so schwierigen Zeiten wie wir sie jetzt erleben, ist es wichtig zu erinnern, dass Frauen bei gleicher Arbeit im Jahr 2020 immer noch weniger Geld verdienen als Männer und zusätzlich noch einen großen Teil der Sorgearbeit im Haushalt und in der Familie leisten. Daher ist es gerade jetzt wichtig, auf eine Verbesserung der Situation für Frauen zu drängen, damit ein Wandel auch in den Köpfen der Menschen vollzogen werden kann, der die gerechte Verteilung von Sorgearbeit und Bezahlung zur Folge hat. Es gilt also neben „equal pay“ auch „equal care“ zu fordern.

Dazu müssen wir traditionelle Rollenbilder durchbrechen und den Anteil von Frauen in zukunftsorientierten Berufen sowie in Führungspositionen erhöhen. Der Gender Pay Gap und der Gender Care Gap können geschlossen werden, wenn wir uns jetzt konsequent und mit konkreten Lösungsvorschlägen für eine Verbesserung der Situation für alle Geschlechter einsetzen. Deshalb fordern wir den Ausbau des Angebots an Kinderbetreuung und die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten, damit Erwerbsunterbrechungen von Frauen und Männern minimiert werden können. Auch eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf durch moderne und familienfreundliche Arbeitszeitregelungen ist wichtig. 

Wir Freie Demokraten möchten, dass sich jede Familie so flexibel wie möglich organisieren kann. Wer wann wie Karriere macht, sich um Kinder kümmert, eine Auszeit nimmt oder Angehörige pflegt, sollen diejenigen entscheiden, die es betrifft. Dazu schlagen wir beispielsweise die Übertragung von Rentenpunkten vor, die einen Teil dazu beiträgt, dass die Sorgearbeit aufgewertet werden kann, und Frauen vor Altersarmut schützt. Das ist dringend notwendig, denn die Altersarmut von Frauen und die Frauenarbeitslosigkeit liegen in keinem Bundesland so hoch wie in Bremen.“

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