Der Senat darf das Diako nicht für die Probleme der GeNo opfern!

Das Diako in Gröpelingen kämpft nach Angaben der Geschäftsführung um seine wirtschaftliche Existenz. Der geplante Neubau für rund 60 Millionen Euro liegt auf Eis. Gleichzeitig fürchtet das Krankenhaus, im Zuge der Bremer Krankenhausreform wichtige Leistungsbereiche zu verlieren. Besonders betroffen wären die rund 1000 Beschäftigten und die medizinische Versorgung im Bremer Westen.

Dazu erklärt Ole Humpich, stv. Fraktionsvorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion Bremen:

„Das Diako ist für die medizinische Versorgung im Bremer Westen unverzichtbar. Wenn Gesundheitssenatorin Bernhard dem Krankenhaus wichtige Fachbereiche entzieht, um die kommunalen Kliniken zu stärken, gefährdet sie die Existenz des Diako und die Arbeitsplätze von rund 1000 Beschäftigten. Seit Jahren fließen erhebliche öffentliche Mittel in die Gesundheit Nord, während freie gemeinnützige Krankenhäuser um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen. Diese einseitige Krankenhauspolitik darf so nicht weitergehen. Die GeNo braucht eine grundlegende wirtschaftliche Neuaufstellung, statt immer neue Finanzspritzen auf Kosten anderer Kliniken.“

Humpich weiter:

„Erschreckend ist auch, dass die Gesundheitsbehörde dem Beirat Gröpelingen keine klare Perspektive für das Diako aufzeigen kann. Entweder fehlt dem Ressort ein tragfähiger Plan, oder die Senatorin hält ihre tatsächlichen Absichten noch zurück. Beides wäre angesichts der Sorgen der Beschäftigten und Patienten völlig inakzeptabel. Wir fordern Klarheit über die Zukunft des Diako und eine Krankenhausplanung, die alle Träger fair behandelt, statt die freien Kliniken schleichend auszubluten.“