Wallanlagen-Chaos: Verkehr braucht klare Regeln, keine netten Ratschläge
Thore Schäck: „Wenn wir das Verkehrschaos in den Wallanlagen in den Griff bekommen wollen, brauchen wir konsequente Maßnahmen. Ein paar Schilder mit freundlichen Hinweisen werden das Problem nicht lösen.“
Die Diskussion um die Verkehrssituation in den Wallanlagen, insbesondere an der Torhausbrücke, beschäftigt seit Wochen die Stadt. Mehrere Petitionen fordern ein Radfahrverbot, die Situation sei mittlerweile unerträglich. Der Bremer Senat plant nun eine Öffentlichkeitskampagne, die darauf hinweisen soll, dass Radfahrer und Fußgänger Rücksicht aufeinander nehmen sollen. Das Konzept soll morgen in der Umweltdeputation vorgestellt werden.
Dazu Thore Schäck, Fraktionsvorsitzender der FDP Bremen:
„Die Situation an den Wallanlagen ist für viele Menschen zum ernsthaften Problem geworden, auch weil der Rad- und Fußverkehr nicht vernünftig geregelt ist. Es ist Aufgabe der Politik, dieses Problem zu lösen. Der Plan des Senats ist allerdings ein schlechter Witz. Auf den seit Monaten schwelenden Konflikt jetzt mit ‚Sensibilisierungsmaßnahmen‘, also netten Ratschlägen und Hinweisen zu reagieren, wird der Ernsthaftigkeit der Situation absolut nicht gerecht.“
Schäck weiter:
„Was wir brauchen, sind konsequente Regeln, die für Klarheit sorgen, keine Wischi-Waschi-Politik ohne Ziel. Wir als FDP fordern eine Neuordnung des Verkehrs in den Wallanlagen. Konkret bedeutet das: die Trennung von Rad- und Fußverkehr auf den direkten Durchgangsstrecken in die Innenstadt vom Bürgermeisterin-Mevissen-Weg zur Bischofsnadel sowie zum Wallring. Farbliche Markierungen und Schilder können helfen, den Verkehr zu ordnen. Geschwindigkeitsbegrenzungen an der Torhausbrücke und konsequente Kontrollen die Gefahr von Unfällen senken. Radfahrer, die es eilig haben und nicht schieben wollen, können auch über die nahe Radpremiumroute ausweichen. Im Gegensatz zur stark besuchten Brücke ist dort nämlich sehr viel Platz.“