FDP-Fraktion fordert Wildtierauffangstation für Bremen

Wie die Kreiszeitung berichtet, hat das Bremer Tierheim hat einen sofortigen Aufnahmestopp für Abgabe- und Wildtiere verhängt. Die Einrichtung sieht ihre Kapazitätsgrenzen erreicht und fordert deshalb eine eigene Wildtierstation für Bremen. Allein in diesem Jahr wurden bereits hunderte Wildtiere aufgenommen und versorgt.

Dazu Thore Schäck, Vorsitzender der FDP-Fraktion Bremen:

„Die Forderung des Bremer Tierheims nach einer Wildtierauffangstation ist absolut nachvollziehbar und verdient Unterstützung. Die Zahl verletzter, verwaister oder geschwächter Tiere ist einfach zu groß, damit dürfen wir das Tierheim nicht allein lassen. Anders als viele andere Bundeslänger verfügt Bremen bis heute über keine eigene Wildtierauffangstation und verlässt sich weitgehend auf ehrenamtliches Engagement und provisorische Lösungen. Während der Senat Millionen für Radpremiumrouten, elektrische Gefangenentransporter oder die Inneneinrichtung des Jobcenters bereitstellt, fehlen für den Schutz heimischer Wildtiere angeblich die Mittel. Dabei ließe sich hier mit vergleichsweise wenig Geld viel erreichen. Das ist eine Frage der Prioritätensetzung.“

Schäck weiter:

„Wir brauchen endlich ein tragfähiges Konzept für die Versorgung von Wildtiernotfällen in Bremen. Eine Wildtierauffangstation würde nicht nur Tierleid verhindern, sondern auch Ehrenamtliche und Tierheime spürbar entlasten. Der Senat muss prüfen, wie eine solche Einrichtung gemeinsam mit bestehenden Akteuren realisiert werden kann, statt das Problem weiter auszusitzen. Wir haben in unserem Antrag Vorschläge gemacht, die Regierung muss jetzt in die Umsetzung kommen.“

Die FDP-Fraktion Bremen hat anlässlich der Entwicklung auch einen Antrag zu dem Thema in die Bürgerschaft eingereicht. Sie finden ihn hier: https://www.bremische-buergerschaft.de/drs_abo/2026-01-29_Drs-21-1593_e855c.pdf

Die Große Anfrage „Wer kümmert sich um Wildtiernotfälle?“ samt Antworten des Senats finden Sie hier: https://www.bremische-buergerschaft.de/drs_abo/2025-10-29_Drs-21-1425_cb923.pdf