Attraktivität der JuLeiCa-Angebote in Bremen und Bremerhaven steigern!

Dringlichkeitsantrag der Fraktion der FDP.

Sämtliche Bremer Jugendorganisationen sind von freiwilligem und ehrenamtlichem Engagement abhängig. Die „Jugendleiter/In-Card“, kurz JuLeiCa, ist ein qualifizierendes Ausbildungsprogramm, das für angehende Kinder- oder Jugendleiterinnen und -leiter bereitgestellt wird. Viele Jugendliche durchlaufen diese Kurse, bevor sie ihr sportliches, kirchliches oder anderweitig gesellschaftliches Engagement beginnen.

In anderen Bundesländern, wie etwa Niedersachsen, gibt es für Inhaberinnen und Inhaber der JuLeiCa-Qualifizierung bereits attraktive Vergünstigungen und Anreize. Diese attraktiven Vergünstigungen und Anreize fehlen in Bremen und Bremerhaven jedoch bislang. Dies wirft die Frage auf, welchen Stellenwert gesellschaftliches Engagement und die JuLeiCa in Bremen und Bremerhaven hat.

Niedersachsen etwa weist für JuLeiCa-Inhaberinnen und -Inhaber eine vielfältige Palette an Angeboten zur Vergünstigung auf, wie beispielsweise der kostenlose Schwimmbadeintritt oder der ermäßigte Kinobesuch. Diese Strategie erweist sich offensichtlich als erfolgreich, denn Niedersachsen belegt mittlerweile mit 70.000 ausgestellten, und zurzeit 24.000 gültigen JuLeiCas mit Abstand den bundesweiten Spitzenplatz.

Die Bremische Bürgerschaft (Landtag) möge beschließen:

Die Bremische Bürgerschaft (Landtag) fordert den Senat auf:

  1. Ein Konzept zur Steigerung der Attraktivität der JuLeiCa-Qualifizierung durch Vergünstigungen nach Vorbild des Bundeslandes Niedersachsen in Kooperation mit den Jugendorganisationen zu entwickeln und zu verabschieden.
  2. Parallel eine Evaluation auf den Weg zu bringen, die zeigt, ob und wie die Attraktivitätssteigerung zum Anstieg von JuLeiCa-Absolventinnen und -Absolventen führt.
  3. Dieses Konzept mit den entsprechenden Mitteln zu hinterlegen und breit angelegt zu bewerben.
  4. Der Deputation für Sport und der Deputation für Soziales sechs Monate nach Beschlussfassung über den Umsetzungsstand zu berichten.
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