Luftverkehr endlich effektiv entlasten – Luftverkehrsteuer abschaffen!

Thore Schäck: „Bremen braucht einen Flughafen mit Verbindungen. Dafür müssen die staatlichen Belastungen runter. Anders funktioniert es nicht.“

Bremen, 9. September 2026. Die bei der Fraktionsveranstaltung am 8. September vorgestellten Zahlen zeigen: Während das Sitzplatzangebot im übrigen europäischen Vergleichsraum im ersten Halbjahr 2026 bereits 14 Prozent über dem Niveau von 2019 lag, blieb Deutschland elf Prozent darunter. Gleichzeitig liegen die staatlich verursachten Kosten für einen vergleichbaren Flug in Bremen rund 71 Prozent höher als 2019. Die FDP-Fraktion hat dazu einen Antrag in die Bürgerschaft eingereicht und fordert die Abschaffung der Luftverkehrsteuer und eine deutliche Senkung staatlich verursachter Standortkosten.

Dazu erklärt der Vorsitzende der FDP-Fraktion Bremen, Thore Schäck:

„Europa wächst, Deutschland fällt zurück. Mit weiterhin viel zu hohen Kosten beschädigen wir unseren eigenen Luftverkehrsstandort. Wer Flugverbindungen erhalten will, muss die Kosten senken – statt erst zu kassieren und anschließend die nächste gestrichene Verbindung zu beklagen. Für Bremen ist der Verlust von Anbindung längst Realität: Die Frankfurt-Verbindung ist weg. Unternehmen verlieren wichtige Anschlüsse, Geschäftsreisen werden aufwendiger und der Standort wird schlechter erreichbar. Man kann nicht um Investitionen werben und gleichzeitig die Verbindungen zu Kunden, Partnern und Märkten wegbrechen lassen.“

Schäck weiter:

„Wir wollen die Luftverkehrsteuer zum Juli 2027 halbieren und zum Januar 2028 vollständig abschaffen. Der Bund muss mindestens die Hälfte der Kosten für Passagier- und Gepäckkontrollen übernehmen und die Grundfinanzierung der Flugsicherung sichern. Staatliche Aufgaben dürfen nicht immer weiter auf Tickets abgeladen werden.
Wir wollen den Status Quo nicht nur verwalten. Wir wollen, dass sich Flugverbindungen von Bremen wieder lohnen und neue hinzukommen können. Auch innerdeutsche Flüge sind kein politisches Auslaufmodell: Sie können entscheidende Anschlüsse an internationale Drehkreuze schaffen. Der Senat darf die Verantwortung nicht von sich wegschieben. Er muss die Entlastung im Bundesrat vorantreiben und dafür Mehrheiten organisieren. Wer für den Bremer Flughafen kämpfen will, muss gegen die Belastungen kämpfen, die ihm die Luft nehmen. Jetzt – nicht erst, wenn die nächste Verbindung verschwindet.“