Antrag: Licht in dunkle Gassen bringen – Mehr Sicherheit durch mehr Sichtbarkeit!

Antrag der Fraktion der FDP.

Viele Bürgerinnen und Bürger haben Angst, zu Nachtzeiten dunkle, wenig frequentierte und schlecht einsehbare öffentliche Räume zu nutzen. Die sprichwörtlichen „dunklen Gassen“ sind zum Angstraum für viele Menschen geworden. Insbesondere Frauen trauen sich häufig nicht, diese Orte zu Nachtzeiten aufzusuchen. In Bremen stellen beispielsweise die Wallanlagen einen solchen Angstraum dar.

Bekannt ist zudem, dass Kriminelle solche Orte bevorzugt als Rückzugs- und Tatorte nutzen. Dunkle Gassen gewähren Drogenkriminellen, Räubern und Dieben Unterschlumpf. Die Beseitigung dieser Orte stellt mithin auch einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung und Bekämpfung von Kriminalität dar. Im Bereich des Bahnhofs und der Discomeile soll bereits durch ein neues Beleuchtungskonzept ein Beitrag zu mehr Sicherheit geleistet werden.

Eine gute Straßenbeleuchtung macht es Menschen einfacher, die Absichten einer sich nähernden Person schneller zu erkennen. Die eigene Sichtweite wird erhöht, Farben und Gesichtszüge können besser erkannt werden. Durch eine gute Beleuchtung entsteht also automatisch ein sicheres Gefühl, da Mitmenschen schneller als harmlos identifiziert werden können und ein besserer Überblick vor unangenehmen Überraschungen schützt. In einer lebenswerten Stadt fühlen sich Menschen auch bei Dunkelheit wohl.

Damit in Bremen möglichst viele „dunkle Gassen“ als Angsträume beseitigt werden können, ist es wichtig, zusammen mit den Stadtteilbeiräten entsprechende Orte zu identifizieren und mit ihnen gemeinsam passgenaue Beleuchtungskonzepte auszuarbeiten. Neben der Verbesserung der Beleuchtung im Einzelfall durch zusätzliche oder leistungsstärkere Beleuchtungskörper, ist auch die Beleuchtungsdauer bei Nacht ein Thema.

Eine durchgängige Beleuchtung der ermittelten Angsträume während der Nacht stellt einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger dar, ohne hierbei in ihre Freiheitsrechte einzugreifen.

Die Stadtbürgerschaft möge beschließen:

Die Stadtbürgerschaft fordert den Senat auf:

  1. Öffentliche Orte in der Stadt, die in der Dunkelheit nicht oder nur unzureichend ausgeleuchtet sind unter Einbeziehung der Stadtteilbeiräte zu identifizieren und zu benennen.
  2. An diesen Örtlichkeiten gemeinsam mit den Akteuren vor Ort Beleuchtungskonzepte für eine ausreichende Ausleuchtung in der Dunkelheit zu entwickeln.
  3. Der städtischen Deputation für Inneres und Sport sowie der städtischen Deputation für Umwelt, Bau, Verkehr, Stadtentwicklung und Landwirtschaft sechs Monate nach Beschlussfassung zu berichten.

Peter Zenner, Rainer W. Buchholz, Lencke Steiner und die Fraktion der FDP

 

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