Unrealistisch und teuer – Bremen muss Klimaziele endlich anpassen!

Dr. Marcel Schröder: „Ein Ziel macht nur Sinn, wenn es auch erreichbar ist. Die Bremer Klimaziele sind von Anfang an utopisch gewesen – schön, dass das jetzt auch der Senat erkannt hat. Alles andere als eine Anpassung der Vorgaben wäre Augenwischerei.“

In einem Bericht erklärte die Umweltbehörde jetzt, was die FDP-Fraktion schon seit Jahren prophezeit hatte: Bremen wird seine selbstgesteckten Klimaziele – Klimaneutralität bis 2038 – deutlich verfehlen.

Dazu der Sprecher für Klima und Umwelt der FDP-Fraktion Bremen, Dr. Marcel Schröder:

„Klimaschutz ist eine der zentralen Aufgaben unserer Zeit. Aber Klimapolitik funktioniert nur, wenn sie glaubwürdig und umsetzbar ist. Das selbstgesteckte Ziel der Klimaneutralität bis 2038 war von Beginn an unrealistisch. Spätestens jetzt sollte Rot-Grün-Rot sich ehrlich machen, die ideologischen Wunschvorstellungen beiseiteschieben und die Ziele korrigieren. Wir können es uns nicht leisten, unsere knappen Ressourcen weiter für die aussichtslose Verfolgung selbstgesteckter Vorgaben verschwenden. Bremen muss nicht schneller sein als der Rest der Republik, und Deutschland muss nicht schneller sein als ganz Europa. Wir sollten uns an den europäischen Zielen orientieren, die Klimaneutralität bis 2050 vorsehen und keine nationalen oder regionalen Sonderwege gehen.“

Schröder weiter:

„Außerdem fordern wir eine bessere Koordinierung von Baustellen und Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren beim Fernwärme-Ausbau. Der Senat darf die Bürger mit den überhöhten Fernwärmepreisen nicht alleine lassen. Klimaschutz ist wichtig, aber wir brauchen eine tragfähige, realistische Strategie, keine teure Fantasie-Politik. Wer ständig unerreichbare Ziele propagiert und gegen jede Vernunft an ihren festhält, erreicht am Ende nur eines: Die Menschen verlieren das Vertrauen in die Klimapolitik.“